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Solarium und Gesundheit

Nicht nur die „natürliche“ Sonne  - auch das „künstliche“ Licht eines Solariums kann schädliche Auswirkungen für die Gesundheit haben. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Europäische Gesellschaft für Hautkrebsvorbeugung (EUROSKIN), die Strahlenkommission und die International Commission on Non-Tonizing Radiation Protection (ICNIRP) empfehlen einhellig, künstliche UV-Strahlung wegen der damit verbundenen Risiken nicht für kosmetische Zwecke zu nutzen. Insbesondere Personen des Hauttyps 1 sowie Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr dürfen grundsätzlich nicht der Strahlung von Solarien und UV-Heimsonnen ausgesetzt werden.


Verschiedene Solarientypen

Bräunungsgeräte senden wie die Sonne UVA-Strahlen und zum Teil auch UVB-Strahlen aus. Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Geräten sind groß, sodass sie sich beim Kauf einer Sonnenbank oder dem Besuch eines Solariums eingehend über die Eigenschaften der Bräunungsapparate informieren und die Geräte in jedem Fall mit Vorsicht nutzen sollten.

Besonders gesundheitsschädlich sind Höhensonnen, die einen extrem hohen Anteil an UVB-Strahlen aufweisen. Die meisten Heimsolarien strahlen einen mittleren UVB-Anteil ab. In modernen Solarien finden sich heute UVA-Hochleistungsstrahler. Diese Geräte arbeiten mit einer UVA-Dosis, die deutlich höher ist als die der Sonnenstrahlen. Im Gegensatz zur natürlichen UVA-Strahlung reicht diese Menge aus, um neues Melanin zu produzieren und damit eine rasche und anhaltende Bräunung zu produzieren. Dieser Vorteil wird jedoch durch eine Beschleunigung der Hautalterung sowie eine Steigerung des Hautkrebsrisikos erkauft.

Hinweise für die Nutzung von Solarien

    1. Verzichten Sie auf eine ganzjährige, intensive Dauerbräune.
    2. Lassen Sie sich im Sonnenstudio ausführlich beraten. Meiden Sie Solarien, in denen kein
      oder nur schlecht geschultes Personal angestellt ist.
    3. Achten Sie darauf, dass in jeder Kabine Schutzhinweise und Gebrauchsanweisungen angebracht sind, die Sie dann auch vorher eingehend studieren sollten.
    4. Sollten Sie Medikamente einnehmen oder unter Hautkrankheiten leider, konsultieren Sie vorher einen Arzt.
    5. Halten Sie sich an die für Ihren Hauttyp empfohlene Anfangsbestrahlungsdauer und überschreiten Sie die Höchstdauer nie. Entsprechende Hinweise finden Sie auf den Geräten.
    6. Entfernen Sie einige Stunden vor der Bestrahlung alle Kosmetika.
    7. Schützen Sie ihre Augen mit einer UV-Brille, die in Solarien für gewöhnlich ungefragt ausgehändigt wird.
    8. Achten Sie darauf, dass die Sonnenbänke vor jeder Benutzung gründlich gereinigt werden.

(red)




Quellen:
K.S. Zänker, N. Becker: Primäre Prävention, in: H.-J. Schmoll. K. Höffken, K. Possinger (Hrsg.): Kompendium Internistische Onkologie, Springer Verlag 2006, S. 279-306
Webseite der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e. V.,  http://www.unserehaut.de, Stand September 2010
Optische Strahlung, in: Webseite des Bundesamtes für Strahlenschutz, http://www.bfs.de/de/uv, Stand September 2010


Aktualisiert am: 05.06.11 - 14:40



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